Menschen
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Geboren 1959 in Salzgitter (Deutschland)

Musiker, Chemielaborant, Altenpfleger, Lebenskünstler...

Hatte als Kind und Jugendlicher kein besonderes Interesse Musik zu machen, erst nachdem er die Fuge in g-moll von Joh. Seb. Bach hörte wollte er Orgel spielen lernen. Dazu kam es aber nicht. Mit 17 Jahren hörte er ein Konzert der Gruppe Shakti mit Zakir Hussain an den Tablas - das war für ihn eine Offenbarung - ein neue Welt tat sich ihm auf und er wusste, dass er Tablaspieler werden würde. Das war für ihn die erste Begegnung mit der indischer Musik und mit dem Jazz.

Da es keinen Tablalehrer in seiner Stadt gab, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich ein Paar Tablas zu kaufen und es sich selbst beizubringen.

Das war zu Anfang ziemlich frustrierend, da die Töne und Rhythmen, die er dem Instrument entlockte, sehr, sehr weit von dem entfernt waren, was er in sich erlebte.

Aber er wußte, dass Musik in ihm lebte und es nur nötig war, sie auch heraus zu bringen. Das Musik in ihm lebte war für ihn der Ausgangspunkt von allem. Das was in ihm lebte, das wollte er gestalten und herausbringen - ohne Rücksicht darauf was andere Menschen für Musik machten. Als Autodidakt sich das Instrument selbst beizubringen empfand er daher nicht als hinderlich, er wollte ja keine indische Musik sondern "Seine" Musik machen.

Sein Ansatzpunkt war das musikalische Erleben im Augenblick und daher ist es verständlich, dass die Improvisation im Mittelpunkt bei ihm steht - wie soll man sonst ausdrücken, was man im Augenblick erlebt ?

Zu Anfang spielte er "einfach drauf los" aber es zeigte sich schnell, dass es so allein nicht ging. Es entstand die Frage: "Wie bringe ich mein innerstes Erleben nach außen ?" Also begann er nach den Gesetzen in der Musik, und insbesondere in der Rhythmik, zu suchen. Er wollte nicht nachahmen, was andere Musiker spielen - er wollte seine eigene Musik erschaffen - frei und unabhängig.

Durch das Werk Rudolf Steiners wurden ihm Weltgesetzmäßigkeiten der Rhythmen klar, die weit über die Musik hinaus gehen und die man zum Beispiel auch im Zusammenspiel von Atmung und Herzschlag oder in den Jahreszeiten erleben kann.

Rhythmus ist ein universelles Phänomen, das nicht nur auf die Musik begrenzt ist.

Deutlich wurde ihm auch das, was er aus seinem tiefsten Inneren gestalten wollte, das gleiche, was andere Musiker auch gestalteten, und ihm wurde bewusst, dass Musik die Kluft zwischen innen und außen überwinden kann, damit aber auch die Kluft zwischen den Menschen und dadurch auch zwischen den Rassen und Völkern. Für ihn war es daher ganz selbstverständlich Musik "fremder" Kulturen zu erleben - im musikalischem erleben war ihm nie eine Kultur fremd.

Allerdings steht ihm die europäische Klassik, die indische und auch die irische Musik näher als andere.

Von den indischen Musikern vor allem: Ustad Alla Raka, Zakir Hussain, Rajinder Raina (Tablasolo in Teental auf "Paul Horn in India"), Rama Mani und das Karnataka College of Percussion.

Von der europäischen Klassik beeinflussten ihn vor anderen: Joh. Seb. Bach, Paganini und Edward Grieg. Aus dem irisch/keltischen : Alan Stivel, Planxty (insbesondere Christi Moore) und Loreena Mc Kennitt. Und andere Musiker wie Glen Velez, Jan Garbarek, Aziza Mustafa Zadeh, Joji Hirota. Pete Lockett und natürlich noch sehr viele andere mehr!

Musik ist etwas was uns als Menschheit etwas angeht. Sie erhält durch die Zeiten in verschiedenen Kulturen und durch einzelne Individualitäten immer wieder ein neues Gesicht. Es werden immer wieder neue Facetten der "Menschenmusik" offenbart, aber es bleibt im Kern, im Ursprung, die Musik immer "Menschenmusik" die jeder Mensch erleben kann.

In der Musik sich und andere Menschen erleben - jenseits allen unterschieden des Geschlechts der Kultur der Volkszugehörigkeit und der Zeit in der man lebt - das ist es was man in der Musik erleben kann. Daher ist Musik auch weit mehr als nur Unterhaltung. Musik ist ein wichtiges Element in der menschlichen Entwicklung. Grade in unserer Zeit, in der die wirtschaftliche Globalisierung schnell voranschreitet ist es notwendig, das sich eine echte "Weltmusik" entwickelt, in der nur zwei Dinge wichtig sind:

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Nicoley Entezami (geb. Stellfeld)

 

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